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Wechsel von Rotor-Seal und Stator bei Rheodyne-Ventilen

Wir schließen jede Haftung über Richtigkeit und Inhalt dieser Seite aus! 

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 Explosionszeichnung Spritzenaufgabeventil 7125
 Spezifikationen der Rotor Seals in Rheodyne Ventilen
 Komplette Ersatzteil-Kits
 Für Ihr Laufmittel geeignete Materialien
Sie benötigen:
 Zwei zöllige Inbusschlüssel aus dem RheBuild-Kit,
 ein neues Rotor-Seal,
 ggf. einen neuen Stator,
 evtl eine Dichtung (Isolation Seal).
 Außerdem: Eine Abstandslehre mit verschiedenen Blättern. 
 So sieht ein neues Rotor-Seal aus:
 
 Wenn Ihr Ventil undicht ist, lässt das normalerweise auf Verschleiß des Rotor-Seals schließen. Das ganze System steht unter Pumpendruck, d.h. zwischen 30 und 250 bar (3-25 MPa). Jeder winzige Kratzer zwischen den 3 Rillen auf dem Rotor-Seal würde zu einer Querleckage führen. Der von der Pumpe kommende Eluent drückt noch während des Beladens der Loop die Probe wieder hinaus. Je nach Art der Kratzer kann auch Eluent rückwärts gefördert werden, d.h. es tropft aus der Nadel, oder, wenn diese für Mehrfachinjektionen in der Flasche bleibt, wird die Probe verdünnt.

  Prüfen Sie auch den Stator, ob die Fläche in der Mitte so glatt aussieht wie auf dem Foto. Ist die Fläche auch zerkratzt, so muss er ausgewechselt oder von uns aufgearbeitet werden.

Die nachfolgende Anleitung gilt für alle Ventile dieser Bauart, gezeigt wird ein Ventil in einem älteren Autosampler der Firma Spark 

 Funktion des Rheodyne Schaltventils (z.B. im Autosampler)
Die Probe tritt an Port 4 in das Ventil ein, durchquert die Loop zwischen 5 und 1 und tritt dann an Port 6 aus und verlässt über die Pumptubing-Cassette den Autosampler. Die Pumpe ist an Port 2 angeschlossen, die Säule an Port 3.Im Moment der Injektion dreht sich das Rotor-Seal im Inneren des Ventil und verbindet 2 mit 1 und 5 mit 6.
Wichtig: die Belegung der Ports kann auch anders sein, je nach Hersteller des Autosamplers! Das Ventil ist ja völlig symmetrisch, sofern man die Logik beachtet, können die Anschlüsse beliebig erfolgen, sofern die Funktion beim Schalten richtig ist.  Bei allen Spark Autosamplern  liegt die Loop auf 1 und 4, die Pumpe auf 2, die Säule auf 3 und  Proben Zu-und Ablauf sind auf 5 und 6. 
Die Probe wird nun vom Eluentenstrom quantitativ auf die Säule transportiert, allerdings nur, wenn:
1) Die Loop korrekt mit Probe beladen wurde
2) Weder Rotor-Seal noch Stator Kratzer haben.

 Lösen Sie zunächst die 3 Befestigungsschrauben und ziehen Sie dann den Kopf (Stator) ab.

 

 Fassen Sie das Gehäuse und ziehen Sie es nach vorne ab, es sitzt manchmal ziemlich fest. Die Achse mit dem Rotor Seal liegt jetzt frei. Lösen Sie, evtl. mit einem kleinen Schraubendreher, das Rotor Seal aus seiner Halterung. Dahinter befindet sich eine weiße Dichtung, die verhindern soll, daß bei Leckage Flüssigkeit ins Innere dringt. Hinter der Dichtung ist noch ein roter Abstandsring, in Bild 6 gut sichtbar.
Wenn die Dichtung nicht beschädigt ist, muss sie nicht ausgewechselt werden.
 

 Setzen Sie das neue Rotor Seal auf die 4 Führungsnippel.
 Die Kerbe vom Rotor Seal muss genau auf den Stop-Pin zeigen. Rechts und links sehen Sie 2 Löcher, in diese müssen die beiden Pins im Gehäusedeckel  (Bild 8) passen, gleichzeitig bilden sie den Anschlag für den Stop-Pin an der Achse. 
 Wenn der Gehäusering aufgesetzt ist, kann der Stator wieder montiert werden. 
 Wenn Sie einen neuen Stator montieren, müssen sie die Abstandsschrauben (Madenschrauben) neu justieren. Drehen Sie die kleinen Abstandsschrauben aus dem alten Stator heraus, Sie können ihn zur Aufarbeitung an uns senden. Drehen Sie die Schrauben nun nach Augenmaß mit dem gleichen Abstand in den neuen Stator, sie müssen etwa 0,9 mm herausschauen. Setzen Sie den neuen Stator auf und drehen Sie die Befestigungsschauben ein. 
 Jetzt kommt der wichtigste Schritt:
Der Spalt muss nun mit einer Lehre auf ca. 0,8 bis 0,9 mm justiert werden. Wichtig ist nicht der absolute Abstand, sondern dass der Spalt ringsum ganz gleichmäßig ist. Stellen Sie zunächst einen Abstand von 0,9 mm mit Hilfe der Abstandslehre und der Abstandsschrauben ein, ziehen Sie die Befestigungsschrauben dann fest an. 

 Geben Sie mit der HPLC-Pumpe Druck auf das Ventil. Ist es bei Ihrem Arbeitsdruck dicht? Nach 15 Minuten darf unten kein Tropfen hängen.
Wenn ja, ist die Reparatur nun fertig. 

 Wenn es unten aus dem Ventil tropft, lösen Sie die  Halteschrauben ein wenig und drehen die Abstandsschrauben höchstens 1/4 Drehung heraus, dann ziehen Sie die Halteschrauben wieder fest. Falls es immer noch nicht dicht ist, wiederholen Sie den Vorgang in sehr kleinen Schritten (1/4 Drehungen bzw. 1/10 mm Schritten).

 Stellen Sie den Anpressdruck immer so gering wie möglich ein, also mit dem größten Spalt, bei dem das Ventil noch dicht ist. Zu hoher Anpressdruck belastet bei Motorventilen (z.B. in Autosamplern) das Getriebe so stark, dass es beschädigt wird. Druckluft-Antriebe sind da wesentlich robuster, aber nur noch in alten Autosamplern in Gebrauch. Ein erhöhter Anpressdruck ist nur bei hohem Arbeitsdruck erforderlich, ansonsten führt er zu schnellem Verschleiß des Rotor Seals und hohem Umsatz bei TECHLAB.   :-)

 Führen Sie nach Instandsetzung des Ventils einen Reproduzierbarkeitstest durch.

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