Wechsel von Rotor-Seal und Stator bei Rheodyne-Ventilen
Wir schließen jede Haftung über Richtigkeit und
Inhalt
dieser Seite aus!
Sie benötigen:
Zwei zöllige Inbusschlüssel aus dem RheBuild-Kit,
ein neues Rotor-Seal,
ggf. einen neuen Stator,
evtl eine Dichtung (Isolation Seal).
Außerdem: Eine Abstandslehre mit verschiedenen
Blättern.
So sieht ein neues Rotor-Seal aus:
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Wenn Ihr Ventil undicht ist, lässt das normalerweise
auf Verschleiß des Rotor-Seals schließen.
Das ganze System steht unter Pumpendruck, d.h. zwischen 30 und
250 bar (3-25 MPa). Jeder winzige Kratzer zwischen den 3 Rillen
auf dem Rotor-Seal würde zu einer Querleckage führen. Der von der Pumpe
kommende Eluent drückt noch während des Beladens der Loop die Probe
wieder hinaus. Je nach Art der Kratzer kann auch Eluent rückwärts
gefördert werden, d.h. es tropft aus der Nadel, oder, wenn diese für
Mehrfachinjektionen in der Flasche bleibt, wird die Probe verdünnt.

Prüfen Sie auch den Stator, ob die Fläche in der Mitte
so glatt aussieht wie auf dem Foto. Ist die Fläche auch zerkratzt, so
muss er ausgewechselt oder von uns aufgearbeitet werden. |
Die nachfolgende Anleitung gilt für alle Ventile dieser Bauart,
gezeigt wird
ein Ventil in einem älteren Autosampler der Firma
Spark
Funktion
des Rheodyne Schaltventils (z.B. im Autosampler)
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Die Probe tritt an Port 4 in das Ventil ein, durchquert die
Loop zwischen 5 und 1 und tritt dann an Port 6 aus und verlässt über
die Pumptubing-Cassette den Autosampler. Die Pumpe ist an Port 2
angeschlossen, die Säule an Port 3.Im Moment der Injektion dreht sich
das Rotor-Seal im Inneren des Ventil und verbindet 2 mit 1 und 5 mit 6.
Wichtig: die Belegung der Ports
kann auch anders sein, je nach Hersteller des Autosamplers! Das
Ventil ist ja völlig symmetrisch, sofern man die Logik beachtet, können
die Anschlüsse beliebig erfolgen, sofern die Funktion beim Schalten
richtig ist. Bei allen Spark Autosamplern
liegt die Loop auf 1 und 4, die Pumpe auf 2, die Säule auf 3 und
Proben Zu-und Ablauf sind auf 5 und 6.
Die Probe wird nun vom Eluentenstrom quantitativ auf die Säule
transportiert, allerdings nur, wenn:
1) Die Loop korrekt mit
Probe beladen wurde
2) Weder Rotor-Seal noch Stator Kratzer haben. |
Lösen Sie zunächst
die 3 Befestigungsschrauben und ziehen Sie dann den Kopf (Stator) ab.
Fassen Sie
das Gehäuse und ziehen Sie es nach vorne ab, es sitzt manchmal ziemlich
fest.
Die Achse mit dem Rotor Seal liegt jetzt frei. Lösen Sie, evtl. mit
einem
kleinen Schraubendreher, das Rotor Seal aus seiner Halterung. Dahinter
befindet
sich eine weiße Dichtung, die verhindern soll, daß bei Leckage
Flüssigkeit
ins Innere dringt. Hinter der Dichtung ist noch ein roter Abstandsring,
in Bild
6 gut sichtbar.
Wenn die Dichtung nicht beschädigt ist, muss sie nicht ausgewechselt
werden.
Setzen Sie
das neue Rotor Seal auf die 4 Führungsnippel.
Die
Kerbe vom
Rotor Seal muss genau auf den Stop-Pin zeigen. Rechts und links sehen
Sie 2 Löcher,
in diese müssen die beiden Pins im Gehäusedeckel (Bild 8)
passen,
gleichzeitig bilden sie den Anschlag für den Stop-Pin an der
Achse.
Wenn
der Gehäusering
aufgesetzt ist, kann der Stator wieder montiert werden.
Wenn
Sie einen
neuen Stator montieren, müssen sie die Abstandsschrauben
(Madenschrauben) neu
justieren. Drehen Sie die kleinen Abstandsschrauben aus dem alten
Stator heraus,
Sie können ihn zur Aufarbeitung an uns senden. Drehen Sie die Schrauben
nun
nach Augenmaß mit dem gleichen Abstand in den neuen Stator, sie müssen
etwa
0,9 mm herausschauen. Setzen Sie den neuen Stator auf und drehen Sie
die
Befestigungsschauben ein.
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Jetzt kommt der wichtigste Schritt:
Der Spalt muss nun mit einer Lehre auf ca. 0,8 bis 0,9 mm justiert
werden. Wichtig ist nicht der absolute Abstand, sondern dass der Spalt
ringsum ganz gleichmäßig ist. Stellen Sie zunächst einen Abstand von
0,9 mm mit Hilfe der Abstandslehre und der Abstandsschrauben ein,
ziehen Sie die Befestigungsschrauben dann fest an. |
Geben Sie
mit der HPLC-Pumpe Druck auf das Ventil. Ist es bei Ihrem Arbeitsdruck
dicht?
Nach 15 Minuten darf unten kein Tropfen hängen.
Wenn ja, ist die Reparatur nun fertig.
Wenn es
unten aus dem Ventil tropft, lösen Sie die Halteschrauben ein
wenig und
drehen die Abstandsschrauben höchstens 1/4 Drehung heraus, dann ziehen
Sie die
Halteschrauben wieder fest. Falls es immer noch nicht dicht ist,
wiederholen Sie
den Vorgang in sehr kleinen Schritten (1/4 Drehungen bzw. 1/10 mm
Schritten).
Stellen Sie
den Anpressdruck immer so gering wie möglich ein, also mit dem größten
Spalt,
bei dem das Ventil noch dicht ist. Zu hoher Anpressdruck belastet
bei
Motorventilen (z.B. in Autosamplern) das Getriebe so stark, dass es
beschädigt
wird. Druckluft-Antriebe sind da wesentlich robuster, aber nur noch in
alten
Autosamplern in Gebrauch. Ein erhöhter Anpressdruck ist nur bei
hohem
Arbeitsdruck erforderlich, ansonsten führt er zu schnellem Verschleiß
des
Rotor Seals und hohem Umsatz bei TECHLAB. :-)
Führen Sie nach Instandsetzung des Ventils einen
Reproduzierbarkeitstest durch.
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