Reparaturanleitung für den HPLC Autosampler
|
![]() |
Diese Anleitung kann auch auf andere Autosampler mit
ähnlichen Bauteilen übertragen werden.
Problem |
Mögliche Ursache |
| Dann beginnt der Motor an der Pumptubing-Cassette zu laufen. Mit jeder Umdrehung gehen die Stempel auf und nieder, dabei werden jeweils 2 µl Flüssigkeit durchgelassen. Die Pumptubing-Cassette oder auch Dispensereinheit ist also keine Pumpe, die Flüssigkeit entnimmt, sondern ein Begrenzer, die nur die jeweils programmierte Menge durchlässt. | ![]() |
![]() |
Prüfen Sie also bei Fehlfunktion zunächst, ob überhaupt
Flüssigkeit aus dem Dispenserschlauch austritt. Das geht am einfachsten
mit einer Mikroliter-Spritze. |
![]() |
Wenn deutlich weniger als 2 µl gefördert werden, prüfen Sie zunächst die Pumptubing-Cassette auf Beschädigungen. Bei längerem Stillstand drücken die Stempel sich in den inneren schwarzen Tygon-Schlauch und beschädigen diesen. Je nach Probe kann der Schlauch auch verkleben, das ist besonders bei Zuckern der Fall. Agressive Proben wie Phosphorsäure greifen ebenfalls den Schlauch an. Die Pumptubing-Cassette ist ein Verschleißteil und kann nur komplett ausgewechselt werden. Sie können aber bei nur geringen Druckspuren der Stempel die 4 Schrauben lösen und den Schlauch umdrehen, meist funktioniert es dann noch eine Weile. |
![]() |
|
Um die Reproduzierbarkeit bei klebrigen Proben weiter zu verbesseren, können Sie auch die Elektronik mit einer falschen Einstellung im System überlisten: Sie haben eine 20 µl Schleife, geben aber in den System Settings 100 µl ein. Damit wird automatisch die Spülmenge einer 100er Schleife berechnet, nicht einer 20er. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie genügend Probe zur Verfügung haben. Eine 20er Schleife würde bei "richtiger" Einstellung mit dem dreifachen Volumen gespült, also mit 60 µl. Eine 100er Schleife wird vom System mit 2 Volumina gespült, also 200 µl.
Führen Sie nach Justage des Dispensers einen Reproduzierbarkeitstest
durch.
© 2009 TECHLAB GmbH Änderungen und Fehler vorbehalten